| Home > Inhalt | 4. FORMULIERUNG DER THESE | | 4.1 Die ersten Hacker (ab 1955) | Bereits in den 1950er Jahren galt die amerikanische Universität »Massachusetts
Institute of Technology« (MIT) in Cambridge/Boston als eine der bedeutendsten technischen Universitäten weltweit. Ende der 50er Jahre existierte dort eine studentische Interessensvereinigung namens TMRC (Tech Model Railroad Club). Ihre Mitglieder beschäftigen sich unter anderem damit, elektronische Bauteile zu löten und sie versehen mit Kippschaltern für diverse Aufgaben einzusetzen. Die Arbeit an Modelleisenbahnen war eine ihrer Freizeitbeschäftigung, bei denen sie versuchten,
durch den Einbau von Signalen und Schaltungen einfache Prozesse automatisch zu steuern.
Der TMRC bestand aus zwei verschiedenen Gruppen. Während die eine sich damit befasste, Miniatur-Modelle wie Gebäude oder Autos für die Modelleisenbahn-Umgebung zu erstellen und zu bemalen, befasste sich die andere Gruppe mit den Schaltungen hinter der Fassade. Sie nannte sich »Signals and Power« (S&P) und ihre Mitglieder waren die eigentlichen Techniker unter den Modelleisenbahn-Fans.
Aus diesem Umfeld heraus entstand der Begriff »hack«, der für die kreative Lösung eines technischen Problems stand. Beispielsweise hatten die Techniker es geschafft, durch den Einbau von alten Telefonen die Modelleisenbahnen durch Betätigen der Wahltasten zu kontrollieren. Wenn einer der Techniker es geschafft hatte eine Rechenmaschine durch den Bau einer neuartigen Schaltung auf diese Weise effizienter zu gestalten, nannte man diese Innovation einen gelungenen »hack«. Die Mitglieder
von S&P nannten sich damals erstmalig »Hacker«. Für sie war ein Hacker lediglich ein raffinierter Tüftler. Es entwickelte sich dort ein eigenes Vokabular, das später als Hacker-Jargon bekannt wurde. |
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