| Home > Inhalt | 6. Elemente der Netzkultur | | 6.2 Selbstregulation Statt Kontrolle | |
6.2.1 Das Internet als dezentrales und freies Netzwerk | Auch das Internet wurde von Beginn als ein freies Medium konzipiert. In einer Kooperation der Universität MIT und des US-Verteidigungsministeriums wurde ab 1962 der Vorläufer des Internets mit dem Namen ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network) entwickelt. Dieses ging 1969 in Betrieb und verband zunächst
verschiedene Forschungseinrichtungen in den USA. Die Idee hierzu war aus der Not geboren. Im Falle eines atomaren Anschlags während des Kalten Krieges hätten die NATO-Kräfte weiterhin ein Kommandonetzwerk benötigt, das alle militärischen Einrichtungen miteinander verbinden sollte. Ein dezentrales Netzwerk sollte dafür sorgen, dass selbst bei größten Verwüstungen die Kommunikation aufrechterhalten werden konnte. Um keinen zentralen Knotenpunkt als Schwachstelle zu bieten, sollte das
perfekte Kommunikationssystem dezentral sein. Keine der Einheiten des Netzwerkes erhielt eine zentrale Autorität oder Steuerungsaufgaben, alle sollten eigenständig funktionieren können. Das Resultat war das erste, dezentrale Computernetzwerk der Welt. Es bestand aus den vier Universitäten Stanford Research Institute, University of Utah, University of California in Los Angeles und der University of California in Santa Barbara.
Die dezentrale Struktur des ARPANET erlaubte eine schnelle
und effiziente Ausdehnung. 1972 waren aus den vier Knotenpunkten bereits 37 entstanden. 1984 bestand das Netzwerk aus über 1.000 Knoten und Anfang der 90er Jahre wurde die Millionengrenze überschritten. Mittlerweile ist die Anzahl der Knotenpunkte auf mehr als 500 Millionen gewachsen. Der aus dieser Zeit stammende Gedanke von Dezentralisierung und freiem Austausch von Informationen prägte daher von Anfang an die Entwicklung des modernen Internets. Selbst das »Transfer Control
Protocoll/Internet Protocoll« (TCP/IP), das die Kommunikation im Internet überhaupt erst möglich macht, unterliegt keinen Lizenzbeschränkungen. Es wurde von der University of Southern California für das Geheimdienstprojekt DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) entwickelt und 1981 freigegeben. |
.
Fußnoten wurden aufgrund der HTML-Formatierung entfernt. Die gesamte wissenschaftliche Arbeit incl. Fußnoten können Sie hier downloaden: PDF |
|
|
|
|
|
HACKERKULTUR UND RAUBKOPIERER | 
| Vdm Verlag Broschiert, 208 Seiten EUR 79,- ISBN: 3-639025-82-2
>> download
>> bestellen | 
|
NO COPY Die Welt der digitalen Raubkopie | 
|
Das erste umfassende Buch über Raubkopien in Bezug auf die Hacker-Ethik und Hackerkultur Klett-Cotta Verlag Broschiert, 304 Seiten EUR 15,80 ISBN: 3-608500-82-0
>> no-copy.org >> bestellen |
|
|
|
| 
|
|