HACKERKULTUR UND RAUBKOPIERER
Eine wissenschaftliche Reise durch zwei Subkulturen

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6. Elemente der Netzkultur

6.1
6.2
6.3
6.4

Die Idee des Teilens von Software
Selbstregulation statt Kontrolle
Hacker-Ethik
Fazit Netzkultur

6.3 Hacker-Ethik

6.3.1
6.3.2

Feindbilder der Hacker
Konstruktive Destruktion

6.3.2 Konstruktive Destruktion

6.3.2.1
6.3.2.2
6.3.2.3

Demontage
Verbesserung
Kreation

6.3.2.2 Verbesserung

Zusätzlich zu einem Verlangen nach freien Informationen ist bei Hackern der Drang vorhanden, Dinge zu verbessern und zu erweitern. Dieses ausgeprägte Verhalten der Computernutzer geht zurück auf die Hacker der 50er Jahre. Damalige Rechner wurden gewöhnlich ohne jegliche Software ausgeliefert. Programmierer mussten die Software selbst schreiben. Es entwickelte sich innerhalb der Hacker eine Zusammenarbeit, die effiziente Resultate ermöglichte. Dass ein Hacker an einem Programm ohne die Erfahrungen des anderen arbeiten könnte, war zu dieser Zeit unter den Forschern des MIT nicht vorstellbar. Bis heute möchten Hacker daher Dinge verbessern, wenn sie ihnen als unvollständig oder lückenhaft erscheinen. Laut Levy kann man das am besten daran sehen, dass Hacker beim Autofahren vom Verkehrsampel-System frustriert seien: »Sie würden am liebsten die Boxen der Verkehrsampeln aufschrauben und das gesamte System redesignen«.

Etwas zu verbessern ist für Hacker ein Weg zu Zufriedenheit. Apple-Gründer Steve Wozniak äußerte im Jahre 1986 in einer Rede an der University of California, Berkeley: »Glück ist das Einzige, was im Leben zählt. Man kauft einen Computer, weil es der Weg zum Glück ist«.

Das Motiv der Verbesserung findet sich auch beim freien Betriebssystem Linux wieder, das fortwährend durch unzählige freiwillige Programmierern verbessert und aktualisiert. Auch Wikipedia ist ein Beispiel, welches zeigt, wie wichtig es vielen Computernutzern zu sein scheint, die Arbeit anderer fortzusetzen.

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Die gesamte wissenschaftliche Arbeit incl. Fußnoten können Sie hier downloaden:
PDF

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